Knochenschall

Als Knochenschall wird die Weiterleitung von Schallwellen über das Skelett bezeichnet. Hierbei werden Schallschwingungen bzw. Vibrationen über den Schädelknochen, den das Hörorgan umgibt, unter Umgehung des Mittelohrs an das Innenohr geleitet, wo sie eine akustische Wahrnehmung bewirken. 

Das Nutzen des Knochenschalls bewirkt ein „räumliches Hören“ und erlaubt die gleichzeitige Wahrnehmung der akustischen Signale, die über die Luft übertragen werden. Der Besucher kann also hören, ohne sich von seinem Umfeld isolieren zu müssen. 

Trotzdem ist der Sound der Audiostationen im Raum ansonsten nicht wahrnehmbar. Erst durch den Kontakt mit dem Ellbogen (der durch Auflehnen zum Kopf geführt wird), oder den direkten Kontakt zum Kopf (Kinn, Hinterkopf, Stirn etc.) erreicht der Sound den Benutzer. Die Nutzung der Audiostationen erfolgt also ohne Knöpfe oder Display – allein der Körper des Nutzers wird zum Leiter. 

Die Möglichkeiten was man über die Soundelemente hört, sind groß. Egal ob Musik, Stimmen oder sphärische Klänge, mit Knochenschall ist (fast) alles möglich, was herrkömmlich auch über die Luft gehört werden kann.


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Positionen

Die Audiostationen haben feste Positionen im Raum, müssen aber nicht zwangsweise direkt vor dem Bezugsobjekt angebracht werden. Eine Einschränkung anderer Rezeptionsmöglichkeiten ist also nicht vorgegeben. 

Die Form und Höhe der Audiostationen kann bei der Planung in Blickrichtung des assoziierten Objekts angepasst werden. Ebenso kann sie aber auch den Besucher anregen, eine Körperhaltung und Perspektive anzunehmen, die ihn in ein ungewohntes, kontemplatives Verweilen bringt. So ist es zum Beispiel möglich, dass der Besucher sich legen oder beugen muss, um die Inhalte zu hören.